2013 – Jawlensky, reloaded

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Für Liebhaber des Werkes von Alexej Jawlensky sind zwei Ereignisse dieses Jahres von Bedeutung: Die Wiedereröffnung des Lenbachhaus-Museums in München, wodurch jahrelang unzugängliche Bilder des Malers wieder betrachtet werden können, und das Erscheinen eines kleinen Buches, das es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat.

„Alexej Jawlensky – Auf den Grund geschaut“
Autor und Herausgeber ist der Architekt und Maler Frank-Rüdiger Hildebrandt.

„Form follows function“ könnte man sagen – im erweiterten Sinn – denn, unaufdringlich von außen, im Kleinformat, und auch in sofern dem Gegenstand der Betrachtung adäquat, (zeichneten sich die Bildwerke Jawlenskys doch in der Regel nicht durch äußere Größe aus) eröffnet dieses Buch einen auch dem Kenner erstaunlichen Einblick in das Œvre Jawlenskys, schlüssig verdichtet mit neuen Facetten.

Es ist leicht zu lesen, alles andere als „fachidiotisch“ formuliert. Prägnant im fortlaufenden Text, mit zahlreichen Text-bezogenen Abbildungen und einer Besonderheit: Es ist in Ebenen gegliedert zum vertiefenden Lesen, zum vertiefenden Betrachten.

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Die ausfaltbaren Innenseiten bieten dieses an, quasi als analoge Entsprechung einer aus dem digitalen Bereich schon gewohnten Verlinkung zu weiterführenden Inhalten.

Gott sei Dank, im Leben kommt Wichtiges manchmal auch spielerisch daher. Der bescheidene Auftritt des kleinformatigen Buches steht im größtmöglichen Gegensatz zum fulminanten Inhalt. Kein großspuriger Jubelgesang, sondern eine Einladung zur eigenen Beschäftigung.

In diesem Sinne: Mitmachen – selber lesen.

Buch bestellen: direkt beim Autor