Stroop? Was ist das?

Nein, es hat nichts mit den beliebten stroop-wafels (Sirup-Waffeln) zu tun.
Um was es sich beim Stroop-Effekt handelt?

Nun, zunächst einmal darum, dass man die folgenden Worte liest, am Besten laut vorliest.

stroop-w

Und nun benennen Sie der Reihe nach jeweils die Farbe, die Sie SEHEN! Also grün, blau, gelb, rot, gelb usw.

Mühsam(er) nicht wahr? Eine leichte Verwirrung bleibt in der Regel nicht aus, ist aber unschädlich, Ehrenwort! Etwa vergleichbar wäre, wenn man Weinschorle bestellt hat und man dann schmeckt, dass Apfelschorle im Glas ist – oder auch nicht ;-).

Die Gewohnheit, die Erwartungshaltung spielt uns manchen Streich. Automatismen treten im Alltag häufiger auf als man denkt. Natürlich fährt ein Ferrariroter Polo auch schneller, oder war es gar kein Polo?

Kann man sich die „Verlangsamung“, die mit diesem Verstoß gegen konditioniertes Denken/Sehen einhergeht, auch im gestalterischen Umfeld zunutze machen? Im Sinne von Aufmerksamkeit erregen, mehr Beachtung schenken durch eine Konfrontation mit „untypisch“ verwendeten Farben?

Mehr über den Stroop-Effekt erfährt man bei Wikipedia, sowie auf dieser Seite.
(Mehr über Stroopwaffeln: Fragen Sie den Holländer Ihres Vertrauens)