Farbnamen. Eine Sammlung.

Warum aber 100+ Namen von Farben?

Der eine sammelt Briefmarken, ich eben Farbnamen.
Begonnen hat das, wie stets beim Sammeln, bescheiden mit den Blaus: Sie sind ruhig, drängen sich nicht auf wie die „Rots” – das hat mir gefallen.
Obwohl sich die Sammlung inzwischen immer weiter ausbreitet, (an dieser Stelle: Danke an alle, die mir neue Namen zugesendet haben!) nehmen Namen nicht nicht viel Platz ein und sind kostenlos. Vor allem aber:

Farbnamen gehören zu den bedrohten Arten!

Natürlich kennt noch jeder das Wort „Blau”. Allerdings ist es heute zunehmend üblich farbmetrische Bezeichnungen zu verwenden:

Mehr oder weniger nur dem Fachidioten verständliche Zahlen und Buchstabenketten, um eine Farbe im messbaren Sinne zu definieren. „255 255 255” meint Weiß, „S0 60 40” ist Graublau, oder „Ral 5002” – wer wüßte nicht, dass es sich hier um ein kräftiges Ultramarinblau handelt. ;-)

Mir geht es bei dieser Sammlung nur um Namen.

Nichts gegen eine präzise Definition!
Welche Poesie aber, welches Geheimnis drücken sich aus in „Persischblau”, wie unmittelbar entstehen Bild und Empfindung bei Namen wie „Vergissmeinichtblau”, „Ozeanblau”, wie rätselhaft klingen „Zirkoncoelinblau” oder „Mayablau”.

Hier gilt sozusagen an erster Stelle der Regenbogen und erst dann das CIE-Normvalenzsystem.


Natürlich erwäge ich, der Anschaulichkeit halber, im Laufe der Zeit Informationen und Bilder den Namen zuzuordnen. Wers schon jetzt genauer wissen will, den verweise ich auf die unten angeführten Quellen.

Auf den Farbenseiten findet man zudem Verweise auf Internetseiten, die mit der jeweiligen Farbe zu tun haben, ansonsten mal auf der Linkseite stöbern.
(dort zu finden unter ” : Blau, : Gelb, : Rot usw.”)

Sollte ich die Lust am Sammeln nicht verlieren, so könnte das Sammeln eines Tages auch auf Namen anderer mir bekannter Sprachen ausgedehnt werden. Hier und da hat sich bereits ein “fremder” Name eingeschlichen. Ehrlich gesagt, das Sammeln englischer, niederländischer und französischer Namen hat schon begonnen, aber das Sortieren, das dauert noch — wie bei Briefmarken eben.

Zuvor aber eine andere Erweiterung der Sammlung:
Es schien mir doch zu schade, die “Abfälle” der Suche, die vielen Ocker und Brauns, die bezaubernden Rosas und die zahlreichen “Underdogs”, die Unbunten, die Graus nicht zu benennen. Also erfolgt nun die entsprechende Würdigung.


Quellen: u.a. umgangssprachliche Bezeichnungen aus Kunst und Gesellschaft, „Taschenlexikon der Farben” (Kornerup u. Wanscher), „Pflanzenfarbenatlas der Farben” (Biesalski), „Werkstoffe und Techniken der Malerei” (Kurt Wehlte), RAL-Farbnamen, Handelsnamen, Pigment- u. Rohstoffbezeichnungen, div. Farbmusterkarten, etc. und viele freundliche Helfer, die mir ab und zu neue Namen mitteilen.